Alter Stall wird Wohnhaus: Wettbewerbssieger mit HAGA ausgestattet

Im ländlichen Raum verfallen zunehmend identitätsstiftende, denkmalgeschützte Landwirtschaftsgebäude. Wie diese gerettet werden können, ohne das Erscheinungsbild maßgeblich zu beeinträchtigen, zeigt eindrucksvoll ein Projekt der Architekten atelier-f ag in der Schweiz. Die Lösung lag hier in einer konsequenten Schichtung: In die alten Bruchsteinmauern eines Stalls wurde bei gleicher Kubatur ein Wohnhaus gesetzt, mit eigenen Wänden und eigener Gestaltung.

Die kleine Gemeinde Fürstenau liegt im Kanton Graubünden in der Schweiz. Sie ist sogar als schützenswertes Ortsbild mit nationaler Bedeutung im Schweizer Inventar eingetragen, da sie seit dem 19. Jahrhundert baulich fast unverändert blieb. Vor allem auch die regionaltypischen Landwirtschaftsgebäude sind für das Ortsbild von großer Bedeutung. Daher hatten die Architekten atelier-f ag beim Umbau des alten Hauses einige Vorgaben zu erfüllen. Das Volumen des alten Stalls durfte gemäß den gesetzlichen Vorgaben nicht verändert werden. Zudem war es wichtig, dass auch der umgebende Hofbereich als Freiraum zu erhalten und nicht zu überbauen war.

Daher entwickelten die Architekten ein Haus-im-Haus-Prinzip und setzten hinter die alten Bruchsteinmauern des Stalls im UG in gleicher Kubatur ein Wohnhaus. Das monolithische Mauerwerk aus einem speziellen luftgefüllten Dämmsystem ließen sie innen glatt und außen leicht gekörnt verputzen. In den darüber liegenden Etagen rahmen großzügige Belichtungsflächen besondere Ausblicke auf Fürstenau und die Umgebung. Mithilfe eines farblich auf den Putz abgestimmten, außenliegenden textilen Sonnenschutzes soll sich, wenn er geschlossen ist, wieder ein ähnlich homogenes Fassadenbild ergeben, wie mit der früheren Holzverschalung.

Der alte Bruchsteinsockel, der vor dem UG erhalten blieb, war intakt genug, sodass er nicht ausgebessert werden musste. Lediglich beim Übergang vom alten zum neuen Mauerwerk wurde an der Eingangsecke bzw. an der Fassade entlang der Straße etwas Füllmaterial ergänzt und alles in altem Stil verputzt. Das neue Mauerwerk wurde punktuell in den vorhandenen Eckpfeilern statisch wirksam rückverankert. In bauphysikalischer Hinsicht ist der Bruchsteinsockel vollkommen von der neuen Bodenplatte und den Wänden losgelöst. Die Holzoberflächen der bestehenden Fenster und Türen blieben unverändert.

Während das UG durch seine spannende Verknüpfung von historischen und modernen Bauelementen und Oberflächen geprägt ist, sind EG und DG teilweise räumlich miteinander verbunden. Die weitläufige Eingangshalle im Norden ist zweigeschossig ausgebildet und eröffnet den Blick auf eine vorgelagerte Galerie. Neben Garderobe und Gäste-WC befindet sich der große Ess-, Koch- und Wohnbereich, den die raumhohe Küchenzeilenwand in zwei Bereiche teilt. Die Besonderheit hier: Während die Decke in der Mitte der Fläche niedriger ist, erstrecken sich die beiden seitlichen Zonen entlang der Straße und des Gartens bis hoch unters Dach. Direkt über der Kochinsel ist im DG das Elternschlafzimmer mit Ankleide und Bad untergebracht. Im UG befinden sich zwei Kinderzimmer, eine offene Spielfläche, ein weiteres Bad, ein Saunabereich, von dem aus sich ein Weinkeller erschließen lässt sowie ein Abstell- und Technikraum.

Das Projekt wurde dafür mit dem Preis „Bauen im Bestand“ der Deutschen Bauzeitung ausgezeichnet. Zur Gestaltung der Fassade wurde der HAGASIT Bio-Edelputz verwendet.

Zum Erhalt des natürlichen, klassischen Aussehens des ehemaligen Stalles kam der lang bewährte Deck-, Farb- und Strukturputz HAGASIT Bio-Edelputz zum Einsatz. Erhältlich in vielen Strukturen und unterschiedlicher Korngröße mit herausragenden Eigenschaften: hoch atmungsaktiv- und hydroaktiv mit bester Wasserdampfdiffusion, geruchsabsorbierend und antistatisch. 
Hier kam die Struktur Altputz mit einer Korngröße von 1,5 mm sowie der Farbton 15.20.07 zum Einsatz.

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