HAGA 415 Biotherm Dämm- und Entfeuchtungsputz
Der biologische Isolier-, Entfeuchtungs- und Restauriergrundputz
- ist ein biologisch konzipierter Isolier- und Entfeuchtungsputz auf rein mineralischer Basis, Bindemittel sind Weißkalkhydrat und Weißzement.
- ist enorm porös dank faserfreien Leichtzuschlagstoffen und natürlichem Verzögerer.
- ist unbrennbar, hochatumungsaktiv und deshalb der ideale bauphysikalisch richtige Isolier- und Entfeuchtungsputz für Fassaden und Innenwände.
- ist überall im gesunden Wohnungsbau anzuwenden; auch für Lebensmittelräume, Naturkeller, in der Landwirtschaft sowie für Riegel- und historische Fachwerk-Bauten.
- ist problemlos wie jeder konventioneller Verputz zu verarbeiten. Oberflächenbehandlung mit natürlichen HAGA Deckputzen, in vielen Farben und Strukturen erhältlich.
- ist ein komplettes System, das vollumfänglich auf diffusionsoffenen und atmungsfähigen, bewährten Produkten aufgebaut ist.
Lieferform: 1 Sack à 9 kg = ca. 34 l Nassmörtel
Anwendungsvideo HAGA Biotherm
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Anwendung mit Spritzmaschine
HAGA Biotherm Säcke
Anwendung per Hand
Vorteile
Die rein mineralische, monolithische Gesamtkonstruktion weist beste Wärmedämmeigenschaften und Wasserdampfdiffusionswerte auf.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist HAGA Biotherm?
HAGA Biotherm ist ein mineralischer, kapillaraktiver Dämm-, Sanier- und Entfeuchtungsputz für den Innen- und Aussenbereich. Die Trockenmischung besteht aus Weisskalk, Weisszement sowie hochporösen, mineralischen und faserfreien Leichtzuschlagstoffen und einem natürlichen Verzögerer.
Durch seine Eigenschaften eignet er sich zur Wärmedämmung, Sanierung und Feuchteregulierung von Wänden. Gleichzeitig gleicht er Unebenheiten aus und kann dadurch einen zusätzlichen Untergrundausgleich reduzieren.
Aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften eignet sich HAGA Biotherm besonders für die Innendämmung von Räumen. Ab einer Putzstärke von 6 cm kann er zudem zur Sanierung feuchter Kellerwände eingesetzt werden und dient als Sanierporenputz-System bei Salzbelastungen.
Für welche Anwendungen eignet sich HAGA Biotherm?
HAGA Biotherm ist vielseitig zur Dämmung, Sanierung und Feuchteregulierung einsetzbar. Typische Anwendungen sind:
- Dämmen und Entfeuchten von Fassaden und Innenwänden
- Innendämmung bei denkmalgeschützten und historischen Gebäuden, die nicht von aussen gedämmt werden können
- Sanierporenputz bei feuchtem und salzbelastetem Mauerwerk
- Besonders geeignet für Fachwerk-, Bruchstein- und Ziegelmauerwerk (unter anderem können freiliegende Elektroleitungen überputzt werden)
- Verbesserung des Raumklimas durch die alkalische, sorptionsfähige und kapillaraktive Kalkschicht
- Als Innendämmung für schnelleres Aufheizen der Räume und angenehmere Wandoberflächentemperaturen
- Verbesserung des U-Wertes um bis zu 40 % bereits ab einer Putzstärke von 3 cm
- Durch die entfeuchtenden Eigenschaften trägt HAGA Biotherm zu einem trockenen Mauerwerk bei.
Welche Vorteile bietet HAGA Biotherm gegenüber herkömmlichen Dämmungen?
- Passt sich unebenen und unregelmässigen Untergründen an und gleicht diese direkt aus – ein zusätzlicher Untergrundausgleich entfällt.
- Ermöglicht eine fugenlose, monolithische Dämmschicht ohne einzelne Dämmplatten.
- Vereint Wärmedämmung, Feuchteregulierung und Putzaufbau in einem System.
- Durch seine kapillaraktiven Eigenschaften besonders für Innendämmungen und feuchte Wände geeignet.
- Kann bei salzbelastetem und feuchtem Mauerwerk eingesetzt werden.
- Ideal für historische und denkmalgeschützte Gebäude, bei denen eine Aussendämmung nicht möglich oder erwünscht ist.
- Geeignet für Fachwerk-, Bruchstein- und unregelmässiges Mauerwerk.
Ist HAGA Biotherm ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?
Nein. HAGA Biotherm ist ein mineralischer Dämmputz, der von Hand oder maschinell direkt auf den vorbereiteten Untergrund aufgetragen wird. Er eignet sich insbesondere für Sanierungen, unebenes Mauerwerk und Gebäude, bei denen eine Dämmung mit Dämmplatten nicht gewünscht, nicht sinnvoll oder nur eingeschränkt möglich ist.
Wie gut ist die Dämmwirkung von HAGA Biotherm?
HAGA Biotherm besitzt eine Wärmeleitfähigkeit (λ) von 0,06 W/mK und trägt damit zur Verbesserung des Wärmeschutzes bei. Je nach Gebäude, Wandaufbau und Schichtdicke kann bereits eine Putzschicht von etwa 3 cm bei Bestandsmauerwerk zu einer deutlichen Verbesserung der Wärmedämmung beitragen.
Auf welchen Untergründen kann HAGA Biotherm verwendet werden?
Alle Untergründe müssen immer dauerhaft tragfähig, stabil, sauber, trocken und fettfrei sein. Speziell geeignet sind Bruchsteine, Stampfbeton, Riegel- und Fachwerkbauten sowie gängige Mauerwerke. Alte mineralische, tragfähige Putzuntergründe sind ebenfalls möglich. Bei Kellerwänden mit extrem feuchten Stellen muss die HAGA Hydro-Mineralschlämme angewendet werden. Gegebenenfalls empfiehlt es sich zusätzlich, eine Horizontalsperre im Mauerwerk einzubauen.
Muss der Untergrund vor dem Auftragen von HAGA Biotherm vorbehandelt werden?
Ja. Vor dem Auftragen von HAGA Biotherm ist je nach Untergrund ein Anspritz, Anwurf oder eine mineralische Haftbrücke erforderlich:
- Backstein und Bruchstein: HAGA Restauriergrundputz oder HAGA Bio-Grundputz
- Beton und Kalksandstein: HAGA Bio-Einbettmörtel oder HAGADUR als Haftbrücke
- Feuchte Kellerwände, z. B. aus Bruchstein oder griffigem Stampfbeton: HAGA Anspritzmörtel SPS
- Riegel-, Fachwerk- und Holzuntergründe: HAGA Ziegelrabitz mechanisch befestigen
- Stark saugende Untergründe: Mit HAGA Silikatverdünner vorbehandeln und mindestens 24 Stunden trocknen lassen
Mehr dazu finden Sie im technischen Merkblatt.
Wie wird HAGA Biotherm verarbeitet?
HAGA Biotherm kann von Hand oder mit einer geeigneten Verputzmaschine verarbeitet werden. Pro 20-kg-Sack werden ca. 7 Liter Wasser benötigt. Bei maschineller Verarbeitung ist eine Dämmputz-Mischwelle zu verwenden. Die Verarbeitung erfolgt auf dem vorbereiteten Untergrund.
- Angemischten Dämmputz innerhalb von max. 30 Minuten verarbeiten und Arbeitsunterbrüche vermeiden.
- Die mögliche Gesamtschichtdicke beträgt 2–20 cm und mehr. Pro Arbeitsgang können bis zu ca. 5 cm aufgetragen werden.
- Bei mehrschichtigem Aufbau die jeweilige Putzschicht vor dem Erhärten gut aufrauen.
- Nach dem Auftragen den Dämmputz sofort mit einer Metalllatte planeben abziehen und mit Talosche oder Gitterrabot nachbearbeiten.
- Pro 1 cm Auftragsstärke mindestens 1 Woche trocknen und entspannen lassen.
- Zwischen +5 °C und +30 °C Luft- und Mauertemperatur ausführen.
- Direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft bei der Ausführung vermeiden.
- Eine Luftfeuchtigkeit von max. 65 % darf während der Verarbeitungs- und Trockenzeit nicht überschritten werden.
Mehr dazu finden Sie im technischen Merkblatt: https://haganatur.de/wp-content/uploads/Biotherm.pdf
Zum Anwendungsvideo: https://youtu.be/VPhCCrQX-zM
Wie lange beträgt die Trocknungszeit des HAGA Biotherm?
Je nach Auftragsstärke, Verdünnungsgrad, Raum- bzw. Lufttemperatur und Untergrundbeschaffenheit benötigt HAGA Biotherm in der Regel pro 1 cm Auftragsstärke mindestens eine Woche zum Trocknen und Entspannen.
Frühestens nach 20 Tagen kann der HAGA Bio-Einbettmörtel inklusive Haganetz Armierungsgewebe als Ausgleichsschicht aufgetragen werden. Dadurch entsteht eine druckfeste und mechanisch belastbare Oberfläche.
Wie wird HAGA Biotherm beschichtet?
Frühestens nach 20 Tagen kann auf HAGA Biotherm der HAGA Bio-Einbettmörtel inklusive Haganetz Armierungsgewebe als Ausgleichsschicht aufgetragen werden. Dadurch entsteht eine druckfeste und mechanisch belastbare Oberfläche.
Das Armierungsgewebe wird im äusseren Drittel der mindestens 5 mm dicken Ausgleichsschicht eingebettet. Anschliessend kann die Oberfläche mit einem geeigneten Deckputz oder Anstrich beschichtet werden.
Wie kann HAGA Biotherm nach der Armierungsschicht dekorativ gestaltet werden?
Nach vollständiger Trocknung können diffusionsoffene Putze wie HAGA Lehm-Kalkdeckputz, HAGA Lehmfeinputz, HAGA Calkosit Kalkfeinputz, HAGA Lehm-Kalkstreichputz, HAGA Bio-Kalkputzglätte, Hagatex Silikatputze und HAGA Kalk Universalspachtel usw. inklusive Voranstrich mit HAGA Mineralputzgrundierung aufgetragen werden. Als Anstriche eignen sich HAGA Lehm-, Kalk- und Lehm-Kalkfarbe sowie Hagatex Silikatfarbe.
Lehm- und Lehm-Kalkprodukte dürfen beim Einsatz des Biotherm als Entfeuchtigkeitsputz nicht eingesetzt werden.
Ist HAGA Biotherm diffusionsoffen?
Ja, HAGA Biotherm ist sehr diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend. Der Dämmputz kann Feuchtigkeit aufnehmen und bei trockener Raumluft wieder abgeben. Dadurch unterstützt er ein ausgeglichenes Raumklima.
Durch den hohen Kalkanteil besitzt HAGA Biotherm eine stark alkalische Oberfläche, wirkt schimmelhemmend, baut Gerüche ab und sorgt für antistatische Oberflächen. Zudem ist er frei von Lösemitteln und künstlichen Konservierungsstoffen.
Schützt HAGA Biotherm vor Schimmel?
Ja. Durch seinen hohen pH-Wert besitzt HAGA Biotherm eine alkalische Oberfläche, die das Wachstum von Schimmel stark erschwert. Gleichzeitig unterstützt die diffusionsoffene und feuchtigkeitsregulierende Struktur den Feuchtehaushalt des Mauerwerks. Dadurch wird dem Schimmel an der Wandoberfläche die für sein Wachstum notwendige Feuchtigkeit entzogen.
Kann HAGA Biotherm auf feuchten Wänden eingesetzt werden?
Ja. HAGA Biotherm eignet sich zur Sanierung feuchter Innenwände. Ab einer Schichtstärke von 6 cm unterstützt er die Feuchteregulierung im Mauerwerk und wirkt als Sanierporenputz bei Salzbelastungen.
Eignet sich HAGA Biotherm für Keller?
Ja. HAGA Biotherm eignet sich besonders für den Einsatz in Kellerräumen. Durch seine mineralischen und kapillaraktiven Eigenschaften bietet er mehrere Vorteile:
- Wärmedämmend
- Feuchtigkeitsregulierend und entfeuchtend
- Wirkt als Sanierporenputz bei Salzbelastungen
- Schimmelhemmend durch seine alkalische Oberfläche
Ist HAGA Biotherm für denkmalgeschützte Gebäude geeignet?
Ja. HAGA Biotherm eignet sich sehr gut für denkmalgeschützte und historische Gebäude und wird in diesem Bereich häufig eingesetzt. Besonders bei unebenen oder historischen Mauerwerken sowie bei Gebäuden, bei denen eine Aussendämmung nicht möglich oder erwünscht ist, bietet sich HAGA Biotherm als mineralische Dämmputzlösung an.
Zu den Referenzen: https://haganatur.de/haga-referenzen/
Kann HAGA Biotherm direkt auf alten Putz aufgetragen werden?
Ja, sofern der bestehende Putz mineralisch, tragfähig und entsprechend vorbereitet ist. Lose, beschädigte oder nicht tragfähige Bereiche müssen vor der Verarbeitung entfernt und fachgerecht instandgesetzt werden. Anschliessend ist der Untergrund entsprechend vorzubehandeln.
Wie hoch ist der Verbrauch von HAGA Biotherm?
Der Materialverbrauch ist abhängig von der Schichtdicke und der Beschaffenheit des Untergrundes. HAGA Biotherm ist in 9-kg-Papiersäcken erhältlich:
| Schichtstärke | Verbrauch |
| pro 2 cm Schichtstärke | ca. 0,60 Sack/m2 |
| pro 3 cm Schichtstärke | ca. 0,90 Sack/m2 |
| pro 4 cm Schichtstärke | ca. 1,20 Sack/m2 |
| pro 5 cm Schichtstärke | ca. 1,50 Sack/m2 |
| pro 6 cm Schichtstärke | ca. 1,80 Sack/m2 |
| pro 7 cm Schichtstärke | ca. 2,10 Sack/m2 |
| pro 8 cm Schichtstärke | ca. 2,40 Sack/m2 |
In welcher Gebindegröße ist HAGA Biotherm erhältlich?
HAGA Biotherm ist in 9-kg-Papiersäcken erhältlich.
Ist der HAGA Biotherm als umweltfreundlich deklariert?
Das Produkt ist von ecobau bewertet und eignet sich damit für nachhaltiges Bauen. Die Bewertung berücksichtigt ökologische, gesundheitliche und kreislaufwirtschaftliche Kriterien über den Lebenszyklus des Baustoffs. Ecobau ist ein etablierter Schweizer Standard für nachhaltiges und gesundes Bauen.
Der HAGA Biotherm ist:
- lösemittelfrei
- mineralisch
- keine problematische Entsorgung
Wo bekomme ich HAGA Biotherm?
HAGA Produkte erhalten Sie über ausgewählte Baustoffhändler und bei qualifizierten Handwerkern.
Zum Händlerverzeichnis: https://haganatur.de/suche/
Zur Fachbetriebssuche: https://haganatur.de/fachbetriebe/